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Artikel aus dem Verbandsgemeindeblatt finden Sie über die Homepage der VG Wallmerod hier.

WZ 03.06.2013 - Relegation zum Verbleib in der Kreisliga A

Fußball - Nach dem zweiten von zunächst drei geplanten Spielen ist die
Relegation zur Fußball-Kreisliga A beendet: Durch ihren 4:0 (2:0)-Erfolg bei der
SG Fensdorf (blaue Trikots) hat die SG Meudt ihren Platz im Oberhaus des Kreises
Westerwald/Sieg ebenso sicher wie der SV Derschen, der die Fensdorfer bereits
geschlagen hatte und nun nicht mehr gegen Meudt spielen muss. Vor knapp 200
Zuschauern machten die Meudter das Spiel zu einer einseitigen Angelegenheit.
Turhan Baylan brachte die Mannschaft von Trainer Egid Hannappel in Führung
(20.), legte selbst das 0:2 nach (36.) und stellte nach der Pause die Weichen
auf Sieg (58.), ehe Lukas Blech alles klarmachte (82.). "Es war keine glanzvolle
Leistung, dennoch war der Sieg auch in der Höhe verdient", so Hannappel. ros

Foto: Regina Brühl

Westerwälder Zeitung vom 03.06.2013

WZ 13.05.2012 - SG Meudt steigt in die Kreisliga A Westerwald/Sieg auf

Fußball - Bereits am drittletzten Spieltag der Fußball-Kreisliga B 1 Westerwald/Sieg sicherte sich die SG Meudt/Elbingen-Hahn/Berod den Staffelsieg und den Aufstieg ins Kreisliga-Oberhaus. Lange Zeit lieferte sich die Mannschaft von Trainer Egid Hannappel an der Tabellenspitze einen spannenden Zweikampf mit dem SV Derschen, der zeitweise vorn lag, doch letztlich hatte die SG Meudt den längeren Atem und machte den Aufstieg perfekt. Da konnte das Team die 0:2-Heimniederlage gegen den FSV Kroppach locker verschmerzen, die Mannschaft war schon in Feierlaune.
Der künftige A-Ligist, hinten von links: Torwarttrainer Eckardt Ihl, Co-Trainer Oliver Lorenz, Betreuer Denis Schütze, Daniel Moos, Christopher Knaak, Manuel Gläßer, Timo Rufer, Markus Zirfas, Matthias Hebgen, Turhan Baylan,Trainer Egid Hannappel, Matthaus Hoffmann. Mitte: Mannschaftsvertreter Klaus Hommrich, Benedikt Dahlem, Nicolas Hommrich, Ersin Erhan, Kevin Haas, Kevin Mille. Vorne: Christian Müller, Torwart Markus Blaum und Ajeti Argentim.

 

Foto: Michael Wallrath

Westerwälder Zeitung vom 13.05.2012

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WZ 30.01.2012 - Das Turnier im Knast

Zum 14. Mal war Gefangene der Justizvollzugsanstalt Diez Gastgeber eines Hallen-Fußballturniers.

Diez. Es ist Samstagmorgen kurz vor Neun. Auf dem Platz vor dem noch verschlossenen Eingangstor der Justizvollzugsanstalt treffen sich junge Männer, die alle als Aktive in Fußballmannschaften der heimischen Region dem runden Leder nachjagen. Heute wollen sie an einem Hallenturnier der besonderen Art teilnehmen. Bereits zum 14. Mal schlüpften die Strafgefangenen der JVA beim "Knast-Turnier" in die Rolle von Gastgebern.
Vor dem Gefängnistor haben alle eintreffenden Kicker noch eine recht große Klappe. Doch als die Tür auffallend leise ins Schloss fällt, wird es doch bei einigen der jungen Männer merklich ruhiger. Eine Mischung aus staatlicher Autorität und deutscher Beamtengründlichkeit empfängt sie. Ausweise werden abgegeben. Taschen vom Röntgengerät durchleuchtet. Es ist still, eng, ein wenig trist.

Hinter Betonmauern

Beim dem anschließenden Marsch durch das Gelände lässt sich die Dimension der JVA erahnen. Es ist eine eigene Kleinstadt für Kriminelle. Irgendwann kommt dann auch die moderne Sporthalle und darin warten schon die Gegner – die in Diez nicht wegen Taschendiebstahl einsitzen. Doch es sieht alles aus wie bei einem "normalen" Turnier draußen. Warum auch nicht?
Weil es hinter den Tornetzen, die ja nicht unüblich auf Fußballfeldern sind, noch eine meterhohe Betonmauer gespickt mit Stacheldraht und Überwachungskameras gibt. Weil keiner der Spieler freiwillig in der JVA ist. Und weil die Männer, die da Fußball spielen, außerhalb dieser Mauern nicht gerade durch "fair play" auffielen. Viele sitzen wegen schwerer Körperverletzung. Wie werden die sich beim Zweikampf verhalten und zurückgegrüßt haben einige auch nicht. Aber dann ist alles für einige Stunden doch ganz anders.
"Auf dem Platz vergisst man, dass man im Gefängnis ist", sagt ein Spieler des JVA-Teams I. Von Anfang an hat er im Gefängnis Fußball gespielt. Die große Ausnahme von sehr vielen Regeln. Eine Insel eben. "Das Größte ist, wenn Mannschaften von draußen kommen, um mit uns zu spielen", schiebt er glaubwürdig nach "Für uns ist das wie Weihnachten."

Fairness & Teamgeist

Mit der Turnierteilnahme möchten die teilnehmenden Mannschaften (diesmal Gückingen, Heistenbach, Dietkirchen, Neunkirchen, Westernohe und Meudt) darauf aufmerksam machen, dass Inhaftierte nicht außerhalb der Gesellschaft stehen. Und für die Inhaftierten zählt der Sport als Teil des Resozialisierungsprogramms für die Zeit nach der Haftentlassung eine wichtige Rolle. Dies gelte insbesondere für den Fußballsport. "Hier werden Fairness und Teamgeist transportiert. Werte, die für die Zukunft von Insassen nur von Vorteil sein können" so Berthold Nink, Timo Zausra, Heiko Hirschberger oder Mario Reppenhagen, alles JVA-Bedienstete und bekannte Fußballnamen aus der Region.
Am Ende des Turniers standen mit Meudt und Heistenbach zwei Gastmannschaften im Finale, das durch die Westerwälder mit 1:0 gewonnen wurde. Im kleinen Finale behielten die "Standartgewinner" (JVA I) gegen Gückingen mit 4:3 die Oberhand.

 

Die Idee "Kicken im Knast" soll helfen, die Insassen auf sportliche Art und Weise zu resozialisieren. Spaß gemacht hat es auch – und Tore gab‘s, sogar mit dem Kopf erzielte.

Foto: Kahl

Westerwälder Zeitung vom 28.01.2012

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